La Palma Urlaub - Aktivreisen, Wanderurlaub, Kanaren günstig
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La Palma

Im Nordwesten der Kanaren-Region befindet sich La Palma, die fünftgrößte der Kanarischen Inseln. Sie ist etwa 400 Kilometer von Marokko und ca. 1500 Kilometer vom Festland Spaniens entfernt. Sie liegt nur wenige Kilometer entfernt von der Urlaubsinsel Teneriffa, die für viele Badeurlauber ein bekannter Nachbar ist. Wie jede der Inseln des Archipels ist auch La Palma vulkanischen Ursprungs. Sie gilt als eine der jüngsten Inseln der Kanaren und soll vor etwa 2 Millionen Jahren entstanden sein, was sich in ihrer beeindruckenden und abwechslungsreichen Landschaft widerspiegelt.
Wo Urlaub machen auf La Palma?
Wer nach La Palma reist, sucht nicht das klassische Strand- und Badeparadies, sondern vor allem die unberührte, vielfältige Natur. Die Insel ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde und Naturliebhaber und wird nicht umsonst als die grüne Insel bezeichnet. La Palma hat sich den Charme einer nahezu unberührten Idylle bewahrt, da der Massentourismus hier bisher kaum Fuß fassen konnte.
Die Insel begeistert vor allem Individualtouristen, die Ruhe und Naturerlebnisse schätzen. Während Badeurlauber eher die goldgelben Sandstrände von Teneriffa oder Gran Canaria bevorzugen, zieht es Wanderer, Naturliebhaber und Ruhesuchende auf die abwechslungsreiche Vulkaninsel La Palma. Unter den Besuchern sind viele Deutsche, die das Wanderparadies La Palma Schritt für Schritt entdecken und die vielfältigen Outdoor-Aktivitäten genießen. Dauerurlauber und Auswanderer bevorzugen meist:
- ein sonniges Plätzchen im Westen der Insel, beispielsweise in den malerischen Orten Los Llanos de Aridane oder El Paso, wo es zahlreiche charmante Hotels und Ferienhäuser gibt,
- ein idyllisches Hafenstädtchen wie Puerto Naos, bekannt für seine entspannte Atmosphäre direkt am Meer,
- oder ruhigere Ferienorte wie Mazo im Osten der Insel, südlich der Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma, die mit ihrer kolonialen Architektur und authentischem Inselcharme lockt.
La Palma Reisen: Was ist das Schönste auf der Insel?
Die Bewohner La Palmas nennen ihre Insel liebevoll La Bonita (die Schöne). Besonders beeindruckend sind die grünen Lorbeerwälder von Los Tilos, die zu den letzten verbliebenen Lorbeerwäldern Europas zählen und von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt wurden. Seit 2002 trägt die gesamte Insel diesen prestigeträchtigen Titel, der die außergewöhnliche Artenvielfalt und die natürliche Schönheit der Insel unterstreicht.
Ein weiteres Highlight ist der weltgrößte Vulkan-Krater, die Caldera de Taburiente, die im Norden La Palmas das Landschaftsbild prägt. Dieses beeindruckende Naturwunder ist ein riesiger, bis zu 2.000 Meter tiefer Krater, der von steilen Berghängen umgeben ist und ein beliebtes Ziel für ausgedehnte Wanderungen darstellt. Das Gebiet ist nahezu unbewohnt und kann ausschließlich zu Fuß erkundet werden, was Abenteurer und Naturfreunde gleichermaßen begeistert.
Im Süden der Insel gibt es noch aktive vulkanische Zonen, die zwar derzeit ruhen, aber noch nicht vollständig erloschen sind. So steht der Vulkan Teneguía, dessen letzter Ausbruch vor rund 50 Jahren war, weiterhin unter Beobachtung. Auch unter dem Meeresspiegel herrscht Vulkanismus, der von Wissenschaftlern sorgfältig überwacht wird. Diese geologische Aktivität sorgt für eine faszinierende Landschaft mit Lavafeldern, vulkanischen Hügeln und einzigartigen Felsformationen, die das Naturerlebnis auf La Palma besonders machen.
Aktivitäten und Ausflugsziele auf La Palma
La Palma bietet eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten, die weit über das Wandern hinausgehen. Neben den bekannten Wanderwegen durch die Caldera de Taburiente oder den Los Tilos Lorbeerwald lohnt sich auch ein Besuch des Roque de los Muchachos, dem höchsten Punkt der Insel auf 2.426 Metern. Von dort aus kann man an klaren Tagen bis zu den Nachbarinseln Teneriffa, La Gomera oder El Hierro blicken und die spektakulären Sternenhimmel im Rahmen von geführten Sternenbeobachtungen erleben, denn La Palma ist auch als Astroinsel mit mehreren Observatorien weltweit bekannt.
Für Wasserliebhaber gibt es an der Südküste schöne Strände wie Puerto Naos mit schwarzem Lavasand und hervorragenden Schwimm- sowie Schnorchelbedingungen. Auch der Strand von Los Cancajos nahe der Inselhauptstadt lädt zum Entspannen ein und verfügt über ausgezeichnete EU-Qualitätszertifikate.
Wer etwas Kultur erleben möchte, sollte die historische Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma besuchen. Die Stadt besticht durch ihre gut erhaltene koloniale Altstadt mit farbenfrohen Holzbalkonen, kleinen Museen, charmanten Cafés und einem lebendigen Hafen. Zahlreiche traditionelle Feste, wie die berühmten Fiestas de la Bajada de la Virgen, bieten authentische Einblicke in das lokale Leben.
Praktische Informationen zur Anreise und Mobilität
La Palma wird seltener direkt angeflogen als die größeren Kanareninseln, verfügt jedoch über einen gut angebundenen Flughafen Santa Cruz de La Palma. Es gibt Direktflüge aus Deutschland, beispielsweise von Frankfurt am Main, Berlin, Düsseldorf und München. Die Flugzeit beträgt je nach Abflugort zwischen 4 und 5 Stunden. Von dort aus ist die Insel mit einem gut ausgebauten Straßennetz leicht mit Mietwagen oder Bus zu erkunden.
Für Tagesausflüge bieten sich geführte Touren zu den Vulkanen, durch die Caldera oder zu den wichtigsten Aussichtspunkten an. Wer La Palma individuell entdecken möchte, findet zahlreiche Möglichkeiten zum Fahrradverleih, Klettern, Reiten und sogar Tauchen.
Klima & Wetter
Wie ist das Wetter auf La Palma?
La Palma profitiert vom stetigen Passatwind, der die Kanaren umströmt und für ein angenehmes, mildes Klima sorgt. Das ganze Jahr über herrschen gemäßigte Temperaturen mit einem Durchschnitt von etwa 20°C. Selbst in den heißen Sommermonaten sind extreme Hitzeperioden selten, da der Passatwind für eine erfrischende Brise sorgt und das Klima angenehm temperiert.
Auf La Palma gibt es aufgrund der vielfältigen Höhenlagen jedoch stärkere Temperaturunterschiede als auf anderen Kanarischen Inseln. Während an der Küste milde Temperaturen herrschen, können in den Bergregionen die Temperaturen deutlich kühler sein. Diese Variation macht die Insel für verschiedene Outdoor-Aktivitäten besonders attraktiv.
Wann am besten nach La Palma reisen?
La Palma zeichnet sich durch einen milden und feuchten Winter aus, in dem es vermehrt zu Regenfällen und teils starken Windströmungen kommen kann. Diese Niederschläge tragen maßgeblich zum üppigen Grün der Insel bei, das La Palma als grüne Insel der Kanaren auszeichnet. Die Reisezeit auf La Palma erstreckt sich prinzipiell über das ganze Jahr, wobei die beste Zeit vom späten Frühling bis in den frühen Herbst reicht.
Wanderer und Naturfreunde bevorzugen die Monate zwischen März und Oktober, da dann die meisten Sonnenstunden und die geringste Niederschlagswahrscheinlichkeit herrschen. Trotzdem sollte man auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein und insbesondere in den Höhenlagen wetterfeste Kleidung mitbringen. La Palma wird wegen seines ganzjährig milden Klimas auch als Insel des ewigen Frühlings bezeichnet, was viele Besucher anzieht.
Was ist die Calima im Kanaren Wetter?
Ein besonderes Wetterphänomen, das auch La Palma beeinflussen kann, ist die Calima. Dabei handelt es sich um einen Staub- und Sandsturm aus der Sahara, der mit einer Hitzewelle einhergeht. Während einer Calima-Phase trocknet die Luft stark aus, die Sichtweite reduziert sich und es kann zu einem plötzlichen Temperaturanstieg kommen. Dieses Phänomen führt zu einem raschen Wetterwechsel und ist typisch für die Kanarenregion, kann aber durch die Höhenlage La Palmas unterschiedlich stark wahrgenommen werden.
Essen und Trinken
Gibt es ein Nationalgericht auf den Kanaren und La Palma?
Papas arrugadas con mojo – das ist das Nationalgericht der Kanarischen Inseln und auch auf La Palma allgegenwärtig. Die kleinen Kartoffeln werden mit Schale in stark gesalzenem Meerwasser gekocht, wodurch sie eine charakteristische runzelige Haut erhalten. Serviert werden sie traditionell mit Mojo, einer würzigen kanarischen Soße, die in der Regel aus Paprika oder Knoblauch besteht und jedem Gericht das gewisse Etwas verleiht. Dieses einfache, aber köstliche Gericht ist ein Muss für jeden Besucher.
Weiterhin ist die Kichererbsensuppe ein beliebtes Gericht auf der Insel, das sowohl als Vorspeise als auch als leichter Zwischengang serviert wird. Sie ist herzhaft und nahrhaft und spiegelt die Verbindung aus kanarischer und spanischer Küche wider.
La Palma kulinarisch: Was ist noch typisch für die Küche der Kanaren?
Die kanarische Küche ist eine gelungene Mischung aus altkanarischen Traditionen und spanischen Einflüssen. Auf La Palma findet man eine Vielzahl an regionalen Spezialitäten, die mit frischen Zutaten aus der Insel-Landwirtschaft zubereitet werden. Dazu gehören beispielsweise frischer Fisch und Meeresfrüchte, die in kleinen Hafenrestaurants direkt am Meer fangfrisch angeboten werden.
Ein weiteres kulinarisches Highlight ist der Malvasia-Wein von La Palma, der durch sein fruchtiges Aroma besticht und hervorragend zu Desserts passt. Besonders beliebt ist dazu der traditionelle Nachtisch Principe Alberto, ein Schokoladenmousse mit Mandeln, dessen süßer Geschmack perfekt mit dem Wein harmoniert und ein unvergessliches Geschmackserlebnis bietet.
Auf La Palma kann man auch zahlreiche lokale Käsesorten probieren, die von Ziegen- oder Schafsmilch hergestellt werden und oft mit regionalen Kräutern verfeinert sind. Zudem finden Feinschmecker in den Wochenmärkten frische tropische Früchte wie Bananen, Avocados und Zitrusfrüchte, die das kulinarische Angebot abrunden.
Viele kleine, familiengeführte Restaurants und traditionelle Bars bieten authentische Gerichte, die mit viel Liebe zum Detail zubereitet werden. Ein kulinarischer Rundgang durch die Insel ist somit ein Muss für jeden Genießer, der das kanarische Lebensgefühl auch über den Geschmack erleben möchte.
Land und Leute
Was muss man über Land und Leute auf La Palma wissen?
Die Palmeros, die Bewohner La Palmas, sind ein besonderer Menschenschlag mit einer tief verwurzelten Verbundenheit zu ihrer Insel. Sie sind bekannt für ihre herzliche Gastfreundschaft und die offene Art, mit der sie Besucher willkommen heißen. Da der Massentourismus La Palma bisher kaum erreicht hat, herrscht hier noch ein ländliches, authentisches und ruhiges Inselleben.
Viele Besucher berichten, dass sie schnell mit den Einheimischen ins Gespräch kommen und viele spannende Geschichten und Traditionen aus der langen Geschichte der Insel erfahren. Die Palmeros sind stolz auf ihr kulturelles Erbe und die Natur ihrer Heimat, was sich auch in lokalen Festen, Musik und Handwerkskünsten widerspiegelt.
La Palma nutzt seine natürlichen und kulturellen Vorzüge geschickt, um Touristen ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Mit viel Charme und Engagement werden Besucher in die grüne Inselwelt eingeführt und erhalten Einblicke in das authentische Inselleben.
Interessanterweise stammen etwa 80 Prozent der Touristen auf La Palma aus Deutschland. Viele dieser Deutschen entscheiden sich sogar, dauerhaft auf der Insel zu leben und zu arbeiten. Trotz der internationalen Besucher sind Spanischkenntnisse von Vorteil, da die meisten Einheimischen hauptsächlich Spanisch sprechen und Fremdsprachen außerhalb touristischer Bereiche eher selten sind.
Was ist typisch für La Palma?
La Palma ist bekannt als die Heimat der kanarischen Seide. Historisch gesehen wurde hier die Seidenproduktion besonders fortschrittlich betrieben, was die Insel zu einem bedeutenden Zentrum dieser Kunst machte. Heute dominiert vor allem die Landwirtschaft das Inselleben.
Auf rund 3.000 Hektar werden auf La Palma Bananen angebaut, die zu den wichtigsten Exportgütern der Insel zählen. Daneben gedeihen auch Avocados, eine Vielzahl von Zitrusfrüchten und andere tropische Produkte, die das landwirtschaftliche Bild prägen und zur regionalen Küche beitragen.
Der auf La Palma angebaute Malvasia-Wein hat sich als Exportschlager etabliert und erfreut sich auch über die Grenzen der Kanarischen Inseln hinaus großer Beliebtheit. Die Weinbauern der Insel pflegen ihre Reben mit viel Hingabe und bieten Besuchern die Möglichkeit, bei Weinverkostungen mehr über die Herstellung und die Besonderheiten des Malvasia zu erfahren.
