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Gran Canaria

Als Minikontinent ist die Kanarische Insel Gran Canaria weltweit bekannt. Diesen Ruf verdankt sie ihrer außergewöhnlich abwechslungsreichen Landschaft und den sehr unterschiedlichen Naturräumen auf der Insel. Nirgendwo sonst auf der Welt findet man auf so kleinem Gebiet eine solche Vielfalt an Ökosystemen, die von sandigen Dünen über grüne Wälder bis hin zu kargen Vulkanlandschaften reicht. Gran Canaria liegt zwischen den großen Nachbarinseln Fuerteventura im Osten und Teneriffa im Westen und ist die drittgrößte Insel der Kanaren im Atlantischen Ozean. Nur etwa 210 Kilometer trennen Gran Canaria von der Südküste Marokkos, was die Insel auch klimatisch und kulturell prägt.
Wo auf Gran Canaria Urlaub machen?
Wer das Inselparadies besucht, landet in der Regel am internationalen Flughafen Gran Canaria, der sich etwa 30 Kilometer südlich der Hauptstadt Las Palmas befindet. Von dort aus sind viele attraktive Urlaubsorten schnell erreichbar. Besonders touristisch beliebt sind die Orte
- Maspalomas, berühmt für seine eindrucksvollen Sanddünen, die sich wie eine kleine Wüste an der Südküste erstrecken und mit ihrem Naturschutzgebiet ein einzigartiges Landschaftserlebnis bieten
- Playa del Inglés, einer der bekanntesten Badeorte der Insel mit kilometerlangen Sandstränden, einem lebhaften Nachtleben und zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten
- Patalavaca, ein ruhigerer Ferienort mit schönen Buchten und ideal für Familien
- Puerto de Mogán, das malerische „Venedig des Südens“ mit seinen pittoresken Kanälen, farbenfrohen Häusern und einem charmanten Yachthafen
- Puerto Rico, ein moderner Ferienort an der Südwestküste, der mit seinem breiten Sandstrand und vielfältigen Wassersportangeboten punktet
- Playa de Amadores, bekannt für seinen weißen Sandstrand und das kristallklare Wasser, perfekt für einen entspannten Badeurlaub
Doch auch abseits der großen Touristenzentren gibt es auf Gran Canaria zahlreiche idyllische Ferienorte und versteckte Buchten zu entdecken. Zum Beispiel das ursprüngliche Playa del Águila mit seinem ruhigen Strand, ideal für Naturliebhaber und Ruhesuchende. Die Insel bietet sowohl quirlige Partymeilen als auch abgelegene, naturbelassene Rückzugsorte.
Kanaren Urlaub: Wo ist Gran Canaria am schönsten?
Für Inselerkundungen bieten sich zahlreiche sehenswerte Ausflugsziele an. Ganz in der Nähe von Maspalomas liegt der Palmitos Park, ein weitläufiger botanischer Garten und zoologischer Park auf etwa 20 Hektar Fläche. Besucher können hier entlang von exotischen Palmen, Orchideen, Agaven und Kakteen schlendern und eine Vielzahl an Tieren beobachten, darunter exotische Vögel, Delfine und Reptilien. Der Park ist ein Highlight für Familien und Naturliebhaber gleichermaßen.
Im Süden Gran Canarias findet man das ehemalige Fischerdorf Puerto de Mogán. Bekannt ist der Ort auch als Venedig des Südens, da er ein romantisches Kanalsystem besitzt sowie charmante Brücken und bunte Häuserfronten. Hier pulsiert das Leben in den kleinen Gassen voller Cafés, Restaurants und Boutiquen. Der Wochenmarkt am Hafen gilt als Geheimtipp für frische regionale Produkte und handgefertigte Souvenirs.
Die Inselmitte bietet mit ihren tiefen Schluchten, Kiefernwäldern und bizarren Felsformationen eine faszinierende Naturlandschaft. Besonders sehenswert sind das Hochplateau von Tejeda und der Roque Nublo, ein markanter Basaltfelsen und das Wahrzeichen der Insel. Wanderfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten, denn zahlreiche Wanderwege führen durch abwechslungsreiches Gelände mit spektakulären Aussichten.
Gran Canaria ist vulkanischen Ursprungs und hat eine nahezu kreisrunde Form. Die Landschaft ist geprägt von endlosen Sanddünen, dichten Kiefernwäldern, Palmenhainen und kargen Vulkanlandschaften. Im Norden dominieren grüne Täler und fruchtbare Anbaugebiete, während der Süden mit seinen Stränden und Dünen lockt.
Was kann man im Gran Canaria Urlaub unternehmen?
Die Strände Gran Canarias zählen zu den schönsten Europas. Ob der kilometerlange Sandstrand in Playa del Inglés, der goldene Playa de Maspalomas mit den berühmten Dünen oder die kleinen Buchten von Puerto de Mogán – Badefreuden kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Die Strände bieten neben Sonne und Meer auch zahlreiche Möglichkeiten für Wassersportarten. Surfer und Windsurfer finden besonders im Osten der Insel beste Bedingungen dank der stetigen Passatwinde. Hier wird sogar die Windsurfweltmeisterschaft ausgetragen, was die Insel zu einem internationalen Hotspot für den Wassersport macht.
Nicht nur Wassersportler kommen auf Gran Canaria auf ihre Kosten. Die Insel bietet auch hervorragende Golfplätze mit faszinierenden Landschaftsblicken, die zu einem sportlichen Abschlag einladen. Reiturlauber können das abwechslungsreiche Gelände zu Pferd erkunden, ob entlang der Küste oder in den Bergen. Zudem laden zahlreiche Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden dazu ein, die Insel zu Fuß zu entdecken.
Gran Canaria ist innerhalb der Kanarischen Inseln das bedeutendste Zentrum für den Segelsport. Zwei der drei wichtigsten Yachthäfen der Kanaren befinden sich auf der Insel: der Yachthafen in Puerto de Mogán im Südwesten und der Hafen von Pasito Blanco im Süden. Beide Marinas bieten einen optimalen Ausgangspunkt für Segeltörns in den Atlantik und zu den Nachbarinseln Teneriffa, Fuerteventura oder Lanzarote. Die Anreise zu den Yachthäfen erfolgt idealerweise über den Flughafen Las Palmas, von wo aus man mit Taxi oder Bus bequem weiterreist. Für Segler sind Wochentörns zwischen den Kanaren ein unvergessliches Erlebnis.
Was ist das Wahrzeichen von Gran Canaria?
Ein bedeutendes landschaftliches Highlight ist der 1.949 Meter hohe, erloschene Vulkan Pozo de las Nieves im Inselinneren, der höchste Punkt Gran Canarias. Doch das bekannteste Symbol der Insel ist der Roque Nublo, ein 1.813 Meter hoher Monolith aus Basaltgestein. Dieses Naturdenkmal ist entstanden durch jahrtausendelange vulkanische Aktivitäten und gilt als spiritueller Ort und beliebtes Wanderziel mit atemberaubenden Panoramablicken.
Die vielfältige Pflanzenwelt der Insel reicht von Kakteen und Agaven bis zu Kanarischen Kiefern und subtropischen Palmen. Ebenso abwechslungsreich ist die Tierwelt. Besonders unter Wasser können Taucher und Schnorchler eine bunte Unterwasserwelt entdecken, in der man oft Mantarochen, farbenprächtige Fische und andere Meeresbewohner beobachten kann. Die Buchten rund um Gran Canaria sind deshalb auch bei Tauchern sehr beliebt.
Wie lange fliegt man nach Gran Canaria?
Die Kanarischen Inseln liegen mehrere Flugstunden vom europäischen Festland entfernt. Dennoch ist die Anreise aus Deutschland unkompliziert und schnell mit Mittelstreckenflügen möglich. Von München nach Las Palmas (Gran Canaria) beträgt die Flugdauer etwa 4 Stunden 30 Minuten, ab Berlin sind es durchschnittlich rund 4 Stunden 45 Minuten. Auch von anderen großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg gibt es Direktflüge. Der Flughafen Gran Canaria ist gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden, sodass man bequem mit Bus, Taxi oder Mietwagen zu den verschiedenen Urlaubsorten auf der Insel gelangt.
Die Kombination aus guter Erreichbarkeit, vielfältigen Urlaubsmöglichkeiten und der einzigartigen Landschaft macht Gran Canaria zu einem der beliebtesten Reiseziele im Atlantik und einem Paradies für jeden Reisetyp.
Klima & Wetter
Wie ist das Wetter auf Gran Canaria?
Die Kanarische Insel Gran Canaria zeichnet sich durch ihr besonders mildes und ausgeglichenes Klima aus, weshalb sie auch als „Insel des ewigen Frühlings“ bezeichnet wird. Bereits in den frühen Sommermonaten liegen die Temperaturen angenehm bei etwa 25°C, was ideal für Strandurlaub und Outdoor-Aktivitäten ist. Im Jahresverlauf fällt die durchschnittliche Tagestemperatur auf Gran Canaria selten unter 20°C, sodass die Insel das ganze Jahr über als Reiseziel attraktiv bleibt. Selbst in den Wintermonaten sind milde Temperaturen und viel Sonne typisch.
Während der Sommermonate klettert das Thermometer selten über 30°C, sodass auch heiße Tage stets gut erträglich bleiben. Die Passatwinde sorgen für eine stetige Brise, die das Klima zusätzlich angenehm macht. Sogar zur Weihnachtszeit laden die Temperaturen häufig zum Baden ein, sofern der Passatwind keine kühlende Brise mitbringt.
Wann ist die beste Reisezeit für Gran Canaria und die Kanaren-Region?
Die beste Reisezeit für Gran Canaria liegt zwischen April und Oktober, wenn das Wetter besonders stabil und sonnig ist. Dennoch eignet sich die Insel dank ihres milden Klimas auch für Winterurlaube, bei denen man der Kälte Mittel- und Nordeuropas entfliehen möchte. Das subtropische Klima wird maßgeblich durch den Passatwind beeinflusst, der für das ganze Jahr über ausgeglichene Temperaturen sorgt und plötzliche Wetterumschwünge verhindert.
Im Frühjahr und Herbst sind die Temperaturen angenehm warm und die Insel ist weniger überlaufen, was ideal für Aktivurlauber und Naturliebhaber ist. Im Sommer laden die langen Sonnentage zu Strandbesuchen, Wassersport und Ausflügen ein.
Was bedeutet das Klima auf Gran Canaria für den Anbau?
Das milde und ausgeglichene Klima auf Gran Canaria ist hervorragend geeignet für den Anbau einer Vielzahl von Obst- und Gemüsesorten. Besonders bekannt sind die kanarischen Tomaten, die aufgrund ihres intensiven Geschmacks geschätzt werden. Im Süden der Insel dominieren die Bananenplantagen, die seit vielen Jahren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind. Daneben werden auch andere Südfrüchte wie Avocados, Mangos und Zitrusfrüchte erfolgreich angebaut.
Die landwirtschaftliche Vielfalt profitiert von den unterschiedlichen Mikroklimazonen auf der Insel, die von feuchtgrünen Tälern bis zu trockenen Küstenregionen reichen. Diese Vielfalt macht Gran Canaria auch kulinarisch interessant und sorgt für frische regionale Produkte auf den Märkten.
Kanaren oder Balearen Urlaub?
Wer den ewigen Frühling Gran Canarias erleben möchte, trifft eine ausgezeichnete Wahl. Die spanischen Balearen, insbesondere Menorca, sind ebenfalls reizvolle Reiseziele mit mediterranem Flair. Allerdings liegt die Jahresdurchschnittstemperatur auf Gran Canaria meist höher als auf Menorca. Zudem sind die Kanarischen Inseln, dank ihrer Lage am Atlantik, das ganze Jahr über warm und sonnig. Während Menorca nur etwa zweieinhalb Flugstunden von Deutschland entfernt ist und sich gut für einen Kurztrip eignet, bieten die Kanaren vor allem für längere Aufenthalte ein unvergleichliches Klima und eine einzigartige Natur.
Essen und Trinken
Essen und Trinken: Was ist typisch für Gran Canaria?
Gran Canaria ist besonders verlockend für alle, die süße Leckereien lieben. Eine der bekanntesten kanarischen Spezialitäten ist Bienmesabe, eine köstliche Süßspeise aus Mandeln, Zucker, Eigelb, Wasser, Zitrone und Zimt, die traditionell als Dessert serviert wird. Für die Erwachsenen gibt es auch den beliebten Bananenlikör, der auf der Insel hergestellt wird. Gran Canaria ist der Sitz des Unternehmens Destilerías Arehucas, S.A., das über 20 verschiedene Likörsorten produziert. Besonders berühmt ist der Arehucas Rum, der weltweit Anerkennung gefunden hat. Er wird gerne als Mixgetränk mit Zitronen- oder Orangenlimonade, Cola oder Apfelsaft serviert und ist ein Muss für jeden Kanaren-Urlauber.
Ein weiteres kulinarisches Highlight sind papas arrugadas, zu Deutsch „verschrumpelte Kartoffeln“. Dabei handelt es sich um kleine Kartoffeln, die samt ihrer Schale in stark gesalzenem Meerwasser gekocht werden, wodurch sie ihre charakteristische faltige Haut bekommen. Diese werden traditionell mit der würzigen Mojosoße serviert, die aus Knoblauch, Paprika und Kräutern besteht. Neben den spanischen Klassikern wie Tapas und Sangria bietet die Inselküche eine Vielzahl an überraschenden Gaumenfreuden.
Wer die Meereswelt Gran Canarias kulinarisch erleben möchte, findet fangfrischen Thunfisch, Barsch, Tintenfisch und Garnelen auf vielen Speisekarten. Diese Meeresfrüchte werden auf vielfältige Weise zubereitet, von gegrillt über gebraten bis hin zu traditionellen Eintöpfen. Dazu passt hervorragend ein Glas vino tinto (Rotwein), das den Sonnenuntergang in einem der idyllischen Hafenorte noch unvergesslicher macht.
Auch auf den lokalen Märkten und in den kleinen Bars der Insel kann man regionale Spezialitäten probieren, wie zum Beispiel Ziegenkäse aus den Bergen, kanarischen Honig oder frisches Obst aus den Plantagen. Viele Restaurants legen Wert auf die Verwendung lokaler Zutaten, wodurch die Küche Gran Canarias besonders authentisch und schmackhaft bleibt.
Land und Leute
Feste und Feiern: Wann wohin auf Gran Canaria?
Auf Gran Canaria werden Feste und traditionelle Feiern mit großer Leidenschaft und Lebensfreude begangen. Der kulturelle Höhepunkt ist der Karneval von Las Palmas, der jedes Jahr im Februar stattfindet. Dieses farbenprächtige Spektakel zieht Besucher aus aller Welt an. Jedes Jahr wird ein neues Motto gewählt, das in aufwendigen Kostümen, Paraden und Shows lebendig wird. Zu lateinamerikanischen Rhythmen wird ausgelassen getanzt, gesungen und gefeiert. Dabei kommen auch kulinarische Köstlichkeiten nicht zu kurz, die das Fest zu einem Gesamterlebnis für alle Sinne machen.
Traditioneller und besinnlicher geht es während der Semana Santa zu, der spanischen Bezeichnung für die Osterwoche. In dieser Zeit finden in Las Palmas und auf der ganzen Insel feierliche Prozessionen, Umzüge und kirchliche Veranstaltungen statt. Ostern gilt in ganz Spanien als das wichtigste religiöse Fest des Jahres, und auf Gran Canaria wird es mit der ganzen Familie begangen. Die historischen Altstädte bieten mit ihren Kirchen und Plätzen eine beeindruckende Kulisse für diese bewegenden Zeremonien.
Daneben gibt es zahlreiche lokale Feste, wie das Fest der Kanarischen Musik, traditionelle Dorffeste mit Trachten und Tanz sowie den Tag der Insel, an dem die Kultur und Geschichte Gran Canarias gefeiert wird. Diese Veranstaltungen bieten Besuchern die Möglichkeit, tief in die kanarische Lebensart einzutauchen und authentische Begegnungen mit den Einheimischen zu erleben.
Wie lebt man auf Gran Canaria und den Kanarischen Inseln?
Gran Canaria ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern auch ein Zuhause für Menschen aus aller Welt. Die Insel beherbergt eine bunte Mischung aus Spaniern, Deutschen, Holländern, Skandinaviern und vielen weiteren Nationalitäten. Dieses multikulturelle Miteinander prägt das soziale Leben und macht Gran Canaria zu einer echten Wohlfühl-Oase.
Die Bewohner schätzen das ganzjährig milde, ausgeglichene Klima, die kulturelle Vielfalt und die starke Lebensfreude. Auf Gran Canaria wird das multikulturelle Zusammenleben aktiv gelebt und zelebriert. Gäste werden herzlich aufgenommen und erhalten gern Einblicke in lokale Traditionen, Gepflogenheiten und den Alltag der Inselbewohner.
In den touristischen Zentren erlebt man das lebendige Nachtleben, bunte Feste und fröhliche Menschen, die gern gemeinsam feiern und tanzen. Im Gegensatz dazu ist das Landesinnere oft ruhiger und naturnaher. Wanderungen durch die Berglandschaften und Gespräche mit Einheimischen eröffnen tiefe Einblicke in die Geschichte, Kultur und die besondere Beziehung der Menschen zu ihrer Insel.
Die Gran Canarios sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und ihr offenes Wesen. Viele Einheimische sprechen neben Spanisch auch Englisch und Deutsch, was den Austausch mit Touristen erleichtert. Die Insel bietet somit nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell eine faszinierende Vielfalt, die jeden Besucher bereichert.
