El Hierro
El Hierro

El Hierro ist die westlichste und kleinste aller Kanarischen Inseln. Wer Ruhe und Einsamkeit fernab von quirligen Touristenzentren sucht, ist hier genau richtig. Reisende finden hier Idylle pur, eben ein Paradies zum Träumen.

Selbst in der Hauptstadt Valverde geht es ruhig zu. Das 1.500 Einwohner zählende Städtchen gleicht zwar eher einem Dorf inmitten einer von Ziegenherden und Gemüsegärten geprägten Umgebung, hat aber dennoch viel Flair und ein besonderes Ambiente zu bieten. Gemütliche Restaurants laden mit landestypischen Spezialitäten und frischen Gerichten, vor allem Fischspeisen ein.

Hauptmagnet von El Hierro ist aber die prächtige Natur der Insel. Das Eiland hat zwar nur einen klassischen Badestrand (Playa del Verdodal) und einige kleinere Bademöglichkeiten (La Maceta)  zu bieten, dafür muss man sich aber in der einzigartig- wildromantischen Landschaft einfach wohl fühlen. Nicht umsonst wurde El Hierro 2000 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Der vulkanische Ursprung ist hier überall gegenwärtig. So trifft man auf eine wunderschöne Natur mit bizarren Lavafelsformationen im Süden, weiten, grünen Wiesen und Weiden im Norden und weiten Pinienwälder. Ein echtes El Dorado für Wanderer und Radfahrer!

Sehr empfehlenswert ist es, die herrliche Unterwasserwelt an der Küste der Insel näher zu betrachten. Klares Wasser und die äußerst artenreiche Fauna machen das Schnorcheln und Tauchen gewiss zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für den Wassersport gibt es hier optimale Bedingungen. Zu den besten Tauchgebieten von ganz Europa zählt das Mar de las Calmas an der Südwestküste El Hierros.

Daneben hat El Hierro auch einige kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Das Museumsdorf Guines, das sich an einer Stelle befindet, wo einst die erste Siedlung der Insel entstand, nachdem Ureinwohner hier in Höhlenwohnungen lange Zeit gelebt hatten, sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Sehenswert ist außerdem das Terrarium, das einige Riesenechsen zeigt, die man lange Zeit für ausgestorben hielt.



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Klima

Dank des Passats und des Kanarenstoms weist El Hierro kein trockenes Klima à la Nordafrika auf. Die Insel, die sich auf gleicher Höhenlage wie die Sahara befindet, liegt im Einflußbereich des Nordostpassats. Die aus östlichen Richtungen kommenden, feuchten Luftmassen regnen sich am Gebirge der Insel ab. Der Nordosten der Insel ist daher recht feucht, der Südwesten eher trocken. Über dem Eiland erwärmt sich dann die Luft allmählich. Der Süden zeigt sich daher recht heiß, sodass an der Küste im Sommer Temperaturen um die 30°C gemessen werden, im Norden um die 26°C und in Valverde, das auf 600 Metern über dem Meeresspiegel liegt, hingegen nur 18°C. Auch im Winter ist es im Süden wärmer als im Norden.

Während sich der Süden der Insel also eher trocken zeigt und im Sommer meist überhaupt kein Niederschlag zu verzeichnet, sind die höheren Lagen der Insel ständig in Nebel gehüllt. Der Passatnebel macht die Hochebenen feucht. Er sorgt dort im Frühjahr für ein herrliches, riesiges Blumenmeer und im Winter für ein saftiges Grün. Auch der Norden ist im Gegensatz zur südlichen Lavawüste recht feucht.