Kanaren
Kanaren

Die Kanarischen Inseln stehen auf der Liste der beliebtesten Reiseziele ganz weit oben. Das Inselarchipel, das zwar geographisch zu Afrika gehört, ist eine der siebzehn Autonomen Gemeinschaften Spaniens und befindet sich ganz in der Nähe Marokkos. Nur zwischen 100 und 500 Kilometer trennen in Richtung Westen die Kanaren vom südlichen Teil Marokkos. Dieser Nähe zum Äquator und der Lage am nördlichen Wendekreis (zwischen dem 27. und 29. Breitengrad) verdanken die Inseln ihr mediterranes warmes Klima. Das ganze Jahr über herrschen angenehme Temperaturen. So kamen die Kanaren auch zu ihrem Zweitnamen und werden Inseln des ewigen Frühlings genannt.

Die Kanaren sind auch eine größere Inselgruppe als man auf den ersten Blick meinen mag. Viele verbinden mit den Kanarischen Inseln in erster Linie die bekannten und meist bereisten Urlaubsinseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa. Dies sind jedoch nur einige der Hauptinseln des Archipels. Zu den insgesamt sieben Hauptinseln der Kanaren (von Ost nach West) zählen:  Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro. Kanarische Inseln sind jedoch auch die sechs Nebeninseln Alegranza, Graciosa, Montaña Clara, Lobos, Roque del Este und Roque del Oeste. Und auch an dieser Stelle endet die Aufzählung noch nicht. Kleinere unbewohnte Felsinseln wie Salmor und Garachico sind ebenfalls Teil der Kanaren.

Jede der Kanarischen Inseln ist vulkanischen Ursprungs. Bei Eruptionen am Meeresgrund bildeten sich vor mehr als 30 Millionen Jahren die ersten Inseln des Archipels heraus.
Die vulkanischen Wurzeln der Inseln, besonders auf Lanzarote, machen sich auch landschaftlich bemerkbar und gipfeln in atemberaubend bizarren Landstrichen. Flora und Fauna auf den Kanaren sind sehr artenreich. Schätzungen besagen, dass etwa 2000 verschiedene Pflanzenarten auf den Inseln vorkommen. Zur Tierwelt gehören vor allem zahlreiche Vogelarten und Reptilien. Die Küsten der Inseln sind die Heimat der Meeresschildkröte. Beim Eintauchen in die reiche Unterwasserwelt der Kanaren begegnet man ebenso großem Artenreichtum.

Auf den Kanaren wird auch deshalb der Naturschutz groß geschrieben. In insgesamt 142 Naturschutzgebieten auf den Kanaren auf einer Fläche von 301.304 Hektar werden die natürliche Flora und Fauna des Archipels gut erhalten. Zu den bekanntesten Nationalparks der Kanaren gehören der Nationalpark Teide auf Teneriffa, Lanzarotes Timanfaya-Nationapark, der Caldera de Taburiente Park auf La Palma und das Reservat Garajonay auf La Gomera. Diese Parks werden auch gern von Urlaubern besucht und erkundet, die nicht nur die sonnigen Strände der Kanaren sondern auch die reizvollen Naturparadiese entdecken möchten.

Um die 10 Millionen Touristen aus Europa und der ganzen Welt bereisen die Kanarischen Inseln pro Jahr. Die Tourismusindustrie ist damit ein wichtiger Wirtschaftszweig. Natur pur in Verbindung mit Sandstrand und vielen Sonnentagen findet man auf allen Inseln des Archipels. Auf in den Urlaub!



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Klima

Auf den Inseln des ewigen Frühlings, den Kanaren, wird es tatsächlich nie winterlich wie wir es von Nord- und Mitteleuropa kennen. Dies verdanken die Inseln ihrer Lage in Äquatornähe, gar nicht weit entfernt von der Küste Marrokos, und dem Passatwind. Dieser sorgt für ganzjährig angenehme Temperaturen, die im Jahresdurchschnitt immer mindestens 20°C erreichen.

Durch diese idealen Klimavoraussetzungen ergeben sich zahlreiche Anbaumöglichkeiten, allem voran Obst- und Gemüse. Im subtropischen Klima Gran Canarias wachsen vor allem Bananen. Auch die kanarische Tomate gehört auf Gran Canaria oder Teneriffa zum Anbau.

Der Passatwind lockt auch viele Sportfans an. Besonders auf Fuerteventura, die auch Insel des Windes genannt wird, gibt es ideale Bedingungen für Surfer und Segler.
Wer Badeurlaub und Sonnenbaden alsFerienprogramm ausgewählt hat, kann sich auf allen Inseln der Kanaren über warme Wassertemperaturen und wolkenlosen Himmel freuen. Selbst in der Weihnachtszeit kann man hier noch ein erfrischendes Bad im Atlantischen Ozean nehmen.

Ob im Januar, in der Jahresmitte oder im Dezember . ein Urlaub auf den Kanaren lohnt sich immer. Die Temperaturen klettern selbst im Hochsommer kaum über die 40°C-Marke, da die Windströmung die Hitze immer auffängt.



Land und Leute

Wohlfühl-Feeling . dafür stehen die Kanaren. Von Gran Canaria, über Teneriffa bis hin zu La Palma und allen anderen Inseln des Archipels bieten Klima, Gastfreundschaft, uvm. die ideale Voraussetzung, um sich im Urlaub zu entspannen. Viele Einwohner der Kanaren leben vom Tourismus, der neben der Landwirtschaft zum stärksten Wirtschaftszweig der Region gehört. Trotz dem guten Ausbau der Küstenstädte gibt es meist im Landesinneren noch viele verschlafene Dörfer und noch reizvollere Landschaften zu entdecken.

Auch wird auf den Kanaren zünftig gefeiert! Das wichtigste Fest im Jahr ist der Karneval. Hier streiten sich die Inseln sogar förmlich um den Titel des besten und farbenprächtigsten Karnevals. Las Palmas auf Gran Canaria ist für den Karneval besonders berühmt. Bei Tanz und Gesang ist man gesellig zusammen und erfreut sich an den bunten Paraden durch die Stadt. Ein traditionelles Fest ist Ostern, das allgemein in ganz Spanien (auch den Autonomen Geheimschaften) groß gefeiert wird. Während der Semana Santa herrscht ein buntes Treiben, von dem sich auch viele Feriengäste angezogen fühlen.

Auch wenn die Einwohner der Kanaren Spanier sind . jeder Inselbewohner bringt seinen eigenes Temperament mit und unterscheidet sich damit beispielsweise deutlich von den vergleichsweise impulsiven und feurigen Andalusiern auf dem spanischen Festland.



Essen und Trinken

Leckere Süßspeisen, kreative Snacks und ganz besondere Spirituosen prägen das kulinarische Programm der Kanaren. Der Exportschlager schlecht hin sind die vielfältigen Liköre der Region und der Arehucas Rum. Als Mixgetränk mi Cola oder Limonade wird der Rum besonders gern von Einheimischen und Urlaubern genossen.

Ein typisch kanarisches Gericht sind die papas arrugadas, eine Zwischenmahlzeit für den kleinen Hunger. Kartoffeln werden hierfür mit Schale in Meerwasser gekocht und dann samt der Schale mit einer deftigen Knoblauchsauce verzehrt. Auch gibt es viele Eintopfgerichte, die jeweils ihr eigenes inseltypisches Rezept haben. An den Abenden braucht man sich einfach nur ein kleines Restaurant oder eine urige Bar zu suchen und wird mit kanarischen Spezialitäten nur so verwöhnt. Frischer Fisch und eine Auswahl an Meeresfrüchten findet man fast auf jeder Speisekarte. Hier kann man ganz verschiedene Sorten probieren und direkt in den Inselhäfen fangfrische Menüs in den Hafenrestaurants genießen.

Diese Spezialitäten der Kanaren um die spanischen Klassiker Tapas und Sangria erweitert und man hat das perfekte Speisen- und Getränkeangebot, um während der Ferien so richtig zu schlemmen. Jederzeit kann man natürlich neben den spanischen Gerichten auf internationale Küche zurückgreifen, die in allen touristischen Orten ebenso angeboten wird. Dennoch sollte man den typisch kanarischen Geschmack einmal getestet haben.